Lyle Lovett – Pontiac (1987)

Meisterwerk zwischen den Stühlen

Lyle Lovett veröffentlichte mit Pontiac 1987 erst sein zweites Album und bestätigte damit endgültig, dass er zu den ganz großen Songwritern gehört. Der bissige Witz (M-O-N-E-Y), die zarte Romantik ohne jede Sentimentalität (If I Had A Boat), auch einmal harte Worte über die Frau zu ganz schwerem Swing (She’s No Lady) – jedes Lied findet sofort seine Stimmung, ist unverwechselbar und musikalisch feinste Arbeit.

Verblüffend auch die musikalische Vielfalt. Es beginnt mit klassischem Modern-Country und wandert danach durch Gospel und Swing: Große Ballade (der Opener und I Loved You Yesterday), vertrackter Gospel (Money), schwerstmöglicher, geradezu waffenscheinpflichtiger Swing mit wunderbaren Bläsern (She’s No Lady, She’s Hot To Go). Kein einziger Füller, kein schwacher Song dabei.

Das Album sitzt entspannt zwischen den Stühlen. Fast unnötig zu erwähnen die sehr hochwertige Produktion mit einem feinen Sound – Lovett macht das immer so. Viele halten dieses für das beste Album von Lovett. Das ist nicht ganz falsch, tut jedoch den übrigen Werken Unrecht – von den ersten 6 Alben Lovetts ist jedes unbedingt hörenswert und gelungen.

Randy Newman – Sail Away (1972)

Randy Newman, der intellektuelle Zickendraht zeigt es Allen,

Rating: ★★★★★

…. mit diesem ungewöhnlichen Studioalbum aus dem Jahr 1972: Vertrackte, bösartige Texte, die sich keinesfalls um Liebe oder ähnlich einfache Dinge drehen dürften. Satire, bösartige Ironie und Bitternis verpackt in kleine kunstvolle Pop-Opern.

“Sail Away” beispielsweise trieft geradezu vor süßlicher Musikromantik und handelt doch nur Sklavenhandel und Vietnamkrieg ab. Ebenso bösartig und gewollt naiv klagt der Künstler über die Höhe des Startums (“Lonely At The Top”) und ganz am Ende kommt mit “You Can Leave Your Hat On” einer der treibendsten, sexiesten und spannendsten langsamen Rocksongs aller Zeiten. Newman gebraucht diese fantastische Musik eigentlich nur dazu, ein seltsames Beziehungsspiel darzustellen. Und doch wurde dieser überragende Song in der lahmen Interpretation von Joe Cocker (der ja nichts von Ironie versteht) ein Welthit und seitdem auf jeder einschlägigen Veranstaltung gespielt.

Dieses Album ist völlig zeitlos und geradezu ein Klassiker der anspruchsvollen Rockmusik.

Joan Armatrading – What’s Inside (1995)

Joan Armatrading und die Top-Studiomucker – ein exzellentes Album ohne Risiko, 17. Mai 2007

Rating: ★★★☆☆

Wenn Tony Levin (dessen Bass wie ein sanftes Donnergrollen klingt) und Darryl Jones (ja, der von Miles Davis und den Stones) zum Bass greifen, Greg Phillinganes (u.a. Donald Fagen, Michael Jackson) die Tasten drückt und die Meisterin selbst sich auf Gesang und athmosphärische Gitarren beschränkt, dann wird das ein gutes Album.

Wenn Terry Evans, Willie Greene und Co. die wirklich schwärzesten schwarzen Stimmen geschmackvolle Background-Stimmen bringen, hat das Klasse.

Und wenn das Kronos Quartett in einem aberwitzigen Streicherarrangement einen wirklich guten Song “Shapes And Sizes” durch den Wolf dreht, dann wird das richtig interessant. Ein richtiges Album für Musiker – perfekt gemacht, sehr geschmackvoll, bis auf die matschigen Drums ein toller Sound.

Allein was fehlt, das ist ein energischer Move. Ein ungewöhnlicher Song, ein wenig Direktheit. So wirkt das Ganze wie eine teure Produktion einer guten Künstlerin bei Ihrer neuen Plattenfirma. So war es wohl auch. Risikolos. Etwas flach. Gediegen.

Joan Armatrading – Into The Blues (2007)

The Thrill is gone – trotzdem ein gutes Album im Alleingang, 29. April 2007

Rating: ★★★☆☆

Joan Armatrading war im Verlauf Ihrer nun 30 Jahre andauernden Plattenkarriere immer gut beraten, wenn Sie sich einem umsichtigen Produzenten anvertraute, der auch die Sessionmusiker auswählte. So entstanden tolle bis überdurchschnittliche Alben wie “JA”, “Show Some Emotion” oder auch “Me Myself I”.

Hier spielt sie fast allein ein komplettes Blues Album ein. Alle Instrumente mit Ausnahme der Drums sind von JA selbst eingespielt. Da staunt man zwar über die instrumentale Vielseitigkeit dieser Vollblutmusikerin und auch den guten Sound. Aber leider sind gerade die “echten” Bluestitel melodisch abgegriffen und sehr formelhaft. Da klingt die Sologitarre teilweise wie aus einer Sammlung von Blues-Standards abgekupfert. Leider liegt die Messlatte in dieser Musikrichtung recht hoch. Und wird glatt verfehlt.

Besser sind die “nicht-bluesigen” Songs wie “Secular Songs” gelungen oder auch das fazinierend von Mandolinen begleitete “Baby Blue Eyes”. Aber auch dort nerven die bis zu vierstimmigen Chöre (dafür eignet sich die tiefe Altstimme von JA einfach nicht).

Trotz der unbestreitbaren Faszination dieser großen Sängerin: Das erst 2005 entstandene Album “Souls Alike” von Bonnie Raitt zeigt, wie es besser ginge.

Joan Armatrading – Me Myself I (1980)

Cleveres und kommerziell erfolgreichstes Rock-Album von Joan Armatrading, 29. April 2007

Rating: ★★★★☆
Joan Armatrading war mit ihren frühen Alben wie “Show Some Emotion” die Meisterin der leisen Töne und aufwändig arrangierten Folksongs. Mit Rockmusikern aus dem Umfeld der E-Street Band und dem überragenden Bassisten Marcus Miller spielte sie hier nach zwei Jahren Plattenpause ihr kommerziell erfolgreichstes Album ein.

Geblieben sind die bekenntnishaften Lyrics wie im Titelsong oder dem clever aufgebauten “All The Way From America”. Jedoch bekommt das Album durch die gekonnt eingesetzten Rockgitarren und die treibenden Bässe eine für diese Künstlerin neue Qualität. Man höre nur “Ma-Me-O-Beach”, wo Marcus Miller mit seinem maschinenhaft genauen E-Bass den Song wie einen Hund durch alle Höfe treibt. Breitwandgitarren und clevere Reggae-Einsprengsel sorgen für Radiotauglichkeit. Da stören auch die wenigen schwächeren Songs am Ende des Albums nicht.

Tracy Chapman – Lakonische Aufnahmen mit großem Sound


Rating: ★★★★★

Ein überragendes Debütalbum: Lakonische Songs, deren Texte ganz beiläufig über häusliche Gewalt (“Behind The Walls”) und Armut erzählen, dabei aber niemals platt werden. Erzählt von einer warmen, brüchigen Stimme, die für mich so afroamerikanisch klingt wie sonst vielleicht nur Joan Armatrading, deren Alben Tracy Chapman mit Sicherheit gehört hat.

Und eine faszinierend durchsichtige, dynamisch ausgewogene und klanglich überragende Produktion von David Kershenbaum, bei der man jedes Flüstern hört, obwohl es teilweise mit Drums und Gitarren “richtig zur Sache” geht. Ein zeitloses Album, dessen Texte und Songs wohl auch in 20 Jahren noch interessant und dessen Musik und Produktion über jeden Zweifel erhaben sind.

Rickie Lee Jones – Naked Songs (1995)

Eindringlich, akustisch, direkt unter die Haut, 25. April 2007

Rating: ★★★★☆

Wie großartig die Songs von Rickie Lee Jones sind, zeigt sich so richtig erst bei diesen ungeschminkten, meist nur mit einer Ovation-Gitarre begleiteten, scheinbar locker dahin gesungenen Live-Songs. Was im Studio von Spitzenmusikern und einer tollen Produktion manchmal verdeckt wird: Die Songs haben Stimmung, Stil und sind jeder auf seine Art unverwechselbar.

RLJ singt so ausdrucksvoll, flüsternd und abgezockt wie immer. Was manchmal fragmentarisch, fast amateurhaft klingt, ist in Wirklichkeit genaues Kalkül einer sehr ausdrucksvollen Musikerin. Weinerlich, schreiend, rotzig, locker – da wird die volle Bandbreite stilistischer Möglichkeiten ausgeschöpft und in Verbindung mit dieser Ansammlung guter Songs entsteht eine “Best Of” der anderen Art. – Einfach beeindruckend!

Joni Mitchell – Wild Things Run Fast (1982)

Eine elegante Pop-Jazz Platte, 12. März 2007

Rating: ★★★★☆

Joni Mitchell wird hier gefällig und liefert mit diesem etwas überproduzierten Album und illustren Gastmusikern wie Wayne Shorter (tolles Sopransaxophon!), Steve Lukather, Larry Carlton und Vinnie Colaiuta wunderbar glatte, eingängige Popsongs im Jazzsound ab.

Die Titel sind radiotauglich, wie “Be Cool” mit rasantem Jazzbesen, schwerem Bass und quiekigem Sopransax oder “Chinese Café” mit melancholischen Keyboardflächen. Elegant auch der von schweren Gitarren getragene Titelsong. Am skurrilsten und auch recht gelungen erscheint mir der berühmte Leiber/Stoller Song “You’re So Square”, eine echte Rock’n Roll Nummer, die durch die überragenden technischen Möglichkeiten der beteiligten Musiker ganz viel Witz und einen teuflischen (Jazz-)groove bekommt.

Es fehlen die absoluten Highlights, vor allem bei den Lyrics. Trotzdem das beste Album von Mitchell seit “Hejira”.

Rickie Lee Jones – Girl At Her Volcano (1983)

Kurz, Kürzer, am Schönsten, 5. März 2007

Rating: ★★★★☆

Als ich dieses Album erwarb (als Vinyl im abgespeckten 10” Format) und hörte, war ich schockiert. So schmerzhaft, zerrissen, klagend und verstummend klang RLJ niemals wieder.

Die Kürze des Albums, das wuchtige “Lush Life”, “Walk Away René” mit dramatischer Klavierbegleitung. Und dann hymnisch, gospelig “Under The Boardwalk”, die wohl mit Abstand beste Aufnahme dieses abgenudelten Klassikers. Einschließlich Mandoline und wildem Satzgesang.

Es ging der Künstlerin vermutlich nicht gut damals. Aber die Wucht und Tiefe dieser Musik, die feinen Streicher arrangiert von Nick de Caro, die großartige Gitarrenarbeit von Dean Parks und vor allem der leider als Interpret völlig unbekannte Michael Ruff (keyboards und wunderbarer Gesang) sorgen für ein auch heute noch gültiges und gutes Album.

Jazz und Midlife-Crisis

Rating: ★★★★★

Joni Mitchell verlässt hier die experimentelle Phase ihres früheren Albums “Hissing Of The Summer Lawns”.  Und wendet sich entschieden und gekonnt dem Jazz sowie ernsten Themen einer Mittdreißigerin zu: Vergangene Jugend, im Bürgerlichen gestrandete Freunde, Einsamkeit auf Reisen.

Sind die Lyrics schon teilweise hypnotisch und genau wie etwa die Beschreibung der “Sharon”, so ist es die Musik erst recht. Ich kenne kein Album einer Singer/Songwriterin, welches so stimmig instrumentiert, so homogen und abwechslungsreich zugleich ist. Der Sound wird bestimmt von den schnell geschlagenen, offenen Jazzakkorden von Mitchell, zu denen die Musiker singenden Bass und fließenden Rythmusteppich gekonnt beisteuern. Selbst eine langsame Bar-Jazz Nummer wie “Blue Motel Room” bekommt durch den gedeckten, mittigen Sound und den feinen Jazzbesen des Drummers unverwechselbare Klasse. Neil Young steuert einige klagende, verhauchte Harmonica-Töne bei.

Durch den prägenden, mittigen Gitarrensound von Mitchell, dem sich alle anderen Musiker geschmackvoll unterordnen, bekommen auch die schwächeren Songs des Albums eine Eindringlichkeit und einen Glanz, der eine wirklich gelungene Produktion auszeichnet. Mitchell rettet hier die lyrischen Bilder und die markanten Songstrukturen ihrer frühen (Folk-)Alben gekonnt hinüber in den Jazz und schafft ein völlig zeitloses Album.

Verwirrend vielfältig aus dem Schweizer Kursaal

Rating: ★★★★½

Bei diesem Album stimmt Alles: Songmaterial, Sound, Musiker und Produktion. Wie bei einem guten Live-Album eine der Sternstunden, die es in einem Musikerleben nicht oft gibt.

Stephan Eicher singt in vielen Sprachen, verarbeitet viele musikalische Eindrücke und lässt in seine Songs die gesamte Bandbreite der Rockmusik und viele europäische Musikstile einfließen. Wahrscheinlich ist er der einzige wirklich europäische Rockmusiker. Er hat das aus seinem späteren Werk “Taxi Europa” auch lang und breit betont.

Die vielfältigen Songs machen dieses Album bereits hörenswert. Aber mich beeindruckt am meisten das fantastische Zusammenspiel der Musiker, die live in einem Kursaal mit viel Raum aufgenommen wurden. Daraus ergibt sich ein weiter, warmer Sound, der perfekt durchhörbar bleibt und den romantischen Songs erst das Sahnehäubchen aufsetzt.

Es gibt für meinen Geschmack zu wenige Alben, die “live+onetake” eingespielt sind (Joe Jacksons “Body And Soul”, Lou Reed’s “New York” sind andere Beispiele). Und für diese Musik ist der Sound einfach perfekt.

Joni Mitchell – Blue

Sehr persönliche Songs einer ganz großen Künstlerin am Anfang ihrer Karriere, 26. November 2006

Rating: ★★★★★
Dieses Album beschäftigt und polarisiert. Es ist mit seinen sehr persönlichen Songs, stillen, teilweise schmerzvollen Texten, viel Klavier und der zugegeben gewöhnungsbedürftigen (damals noch-) drei Oktaven umfassenden Stimme von Joni Mitchell viel näher am Chanson als wohl jedes andere Album dieser Zeit. Und wesentlich sperriger zu hören als die späteren Alben, welche mehr im Jazzrock verhaftet und stilistisch einheitlicher waren.

Und doch beeindruckt diese Bandbreite an Stimmungen und Stilen auch heute noch. Das Songwriting ist über jeden Zweifel erhaben. Wer die nur zum Klavier vorgetragenen Chansons wie das bitterböse “California” nicht mag, sollte sich einfach das zarte “Little Green” oder die Folk-Kracher “All I Want”, “Carey” und “Flight Tonight” anhören. Das sind echte Hit-Songs mit faszinierendem Rhythmus und Allem, was dazu gehört. Nur die Texte spielen da eine Liga höher.

Toller Sound übrigens: Ganz transparent aufgenommen, die Saiteninstrumente flirren förmlich, die akustischen Drums in Carey reißen einen vom Hocker und beim Gesang ist jedes Stückchen Stimmband der Sängerin körperlich zu spüren.

Und wem dieses Album gefällt, der versucht danach vielleicht das zauberhaft zarte “Ladies Of The Canyon” und danach dann “Hejira” als Einstieg in die moderneren Produktionen dieser enorm wandlungsfähigen Künstlerin. Ohne die vielen unterschiedlichen Songs von Joni wäre jedenfalls meine musikalische Welt wesentlich ärmer.

Joe Jackson – Jumpin Jive (1981)

Swing mit Punk gemixt – tolle Bläser, witzige Songs, 31. Oktober 2006

Rating: ★★★★☆

“You Run Your Mouth And I Run My Business, Brother” ein Song über sich hassende Brüder, zeigt ganz gut, wo es hier lang geht: Rasende, komplizierte Bläsersätze (mit auch exotischen Bläsern wie Bassklarinette, Tuba, French Horn), witziger Text, schnelles Tempo und damit ganz im Stil der 40er Jahre, wenn es damals Punker gegeben hätte.

Fast jeder Song hat Ohrwurmqualitäten. Die Bläser spielen in rasendem Tempo um die Wette, teilweise nur noch von der sehr präzisen Rhythmusgruppe um Graham Maby zusammen gehalten. Und dadurch kommt nie die gepflegte Langeweile auf wie bei vielen genretypischen Aufnahmen aus dem Swingbereich. Robby Williams und alle Möchtegern-Crooner drehen sich im Grabe um, wenn sie JJ schmalzen, scatten und croonen hören. Toll sowohl für Pop, als auch für Jazz-Freunde. Und für 10 EUR ein absolutes Muss!

Joe Jackson – Look Sharp (1979)

Punk mit zynischen Texten – Joe Jackson startet durch, 31. Oktober 2006

Rating: ★★★★★
Dieses Album war der Durchbruch für Joe Jackson, der später mit seinen Stilwandlungen Fans und Gegner verwirrte. Dies hier ist Punkrock – rau, rotzige, ultrapräzise Gitarren, ein wuchtiger Bass und einige wenige Klavierpassagen, die an melodischem Einfallsreichtum an Mozart erinnern.

Grandiose, schmutzige kleine Songs über verblödete Omas, die in ihren Wohnugnen versauern (Sunday Papers), schüchterne Männer am Fenster (Is She Really Going Out With Him), verblödete Paare (Happy Loving Couples) und alles, was das Leben so bietet. Viel Wortwitz, durch die rohe und direkte Art ein Album mit extremem Langzeitwert und übrigens auch toll zum Englisch lernen. Vergleichbar eigentlich nur mit Elvis Costello’s Erstling “My Aim Is True” – ein einzigartiges Album.

Little Feat, Sailin’ Shoes – Meilenstein im Songwriting einer guten Band

Little Feat war (und ist teilweise auch ohne den bereits 1979 verstorbenen Lowell George) eine Band, die außergewöhnlich gehaltvolle Songs schuf. Auf ihrem zweiten Album zeigt die Band hier bereits, in welcher Liga ihr Songwriting spielt; die Qualität der Songs ist grandios – es fehlt teilweise nur noch an der auf späteren Alben zu bewundernden perfekten Umsetzung des Materials als Band.

Rating: ★★★★☆
Hervorzuheben sind
- Easy To Slip, eine gleißende, schnelle Southern-Rock Nummer
- Cold, Cold, ein schwerer Rocksong mit vertrackten Synkopen und tollem Text
- Willin’, der ultimative und tollste aller Fernfahrer-Songs, unerreicht und wahrscheinlich eine der 10 besten Country Hymnen überhaupt
- Apolitical Blues, ein SlowBlues mit witzigem, satirischem Text, genau richtig für Freunde des frühen Frank Zappa

Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs – ein Song ist besser als der andere. Little Feat decken hier praktisch die gesamte Bandbreite der amerikanischen Rockmusik ab und schaffen ein Rockalbum, das auch nach 30 Jahren noch interessant und hörenswert ist. Und die Songs sind zu Recht von zahllosen Bands gecovert worden.

Einen Punkt Abzug gibt es nur für die (historische) Aufnahme mit starkem Bandrauschen und das manchmal etwas unausgewogene, leicht holprige Zusammenspiel der Band. Auf späteren Alben und Live erreichte die Band allerdings bald darauf ein Niveau auch im Zusammenspiel, von dem fast alle anderen Bands heute noch träumen.